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KW 25-2019

In der Vergangenheit haben sich die informationstechnischen Arbeiten fast ausschließlich auf den Roboter konzentriert. Nun soll aber auch der Bediener mit Informationen gefüttert werden. Zeit für Augmented Reality!

 

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Der Roboter wird an die Baustelle geliefert und kann – wie wir wissen – an der Wand selbstständig bohren. Aber wie führt ihn der Bediener dorthin und das komfortabel und auf dem schnellsten Weg*? Die Antwort soll in Zukunft Augmented Reality („erweiterte Realität“) liefern, erzeugt durch eine HoloLens (Microsoft), die der Bediener auf dem Kopf trägt. Die Folgeposition des Roboters wird von dieser im Sichtfeld des Bedieners angezeigt, ohne dass er die Hände vom Bedienpanel nehmen oder den Blick für umliegende Hindernisse abwenden muss. Soweit die Idee, deren Umsetzung gemeinsam mit einem auf Augmented Reality spezialisiertem Team verfolgt werden soll!

Um das Potential der VR-Brille während der Bohrvorgänge nicht ungenutzt zu lassen, ist außerdem fest eingeplant, die fertigzustellenden Bohrungen anzuzeigen. So kann der Bediener beispielsweise sofort feststellen, ob unvorhergesehenes den Vorgang blockiert. Wurde vor einer Bohrung bereits ein Rohr verlegt? Dort hinein bohren wir besser nicht! Wir versetzen die Bohrung oder löschen den Auftrag zunächst und melden das der Bauleitung. Alles direkt mit der AR-Brille.

Nicht nur besonders aufmerksamen Lesern stellt sich die Frage, woher die AR-Brille ihren eigenen Ort kennt? Hier kommen sogenannte Referenzmarken an der mobilen Plattform und am Arm des Roboters ins Spiel. Diese QR-Code-ähnlichen Muster werden einmal an einer bekannten Position angebracht, wodurch die Position der Brille berechnet werden kann.

*siehe Blogeintrag KW23-2019