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KW 08-2020

Der Baustellenroboter ist fertiggestellt und einsatzbereit. Doch wie macht sich das System im Einsatz und wie gut funktioniert die Zusammenarbeit von Handwerker(in) und Roboter über Augmented Reality.

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Wie schon bei unserem Use-Case Fensterbau haben wir Handwerksbetriebe eingeladen um den Baustellenroboter mit uns zu testen.

Bohrungen, welche in einem CAD-System in einem virtuellen Modell der Baustelle erstellt wurden, werden über eine AR-Datenbrille in der echten Baustelle angezeigt. Über einfach Handgesten können die Bohrungen verschoben oder gelöscht werden. Zudem besteht die Möglichkeit komplett neue Bohrungen per Klickgeste mit der rechten Hand anzulegen. Der Umgang mit der Datenbrille erfordert zu Beginn etwas Geschick, funktioniert mit etwas Übung aber bei allen Testerinnen und Testern reibungslos. Das einfach gehaltene Interface mit intuitiven Icons erfordert keine weiteren Erklärungen und fand großen Anklang. Die vorgenommenen Änderungen werden automatisiert an den Roboter weitergeben – die Bedienung erfolgt damit ganz ohne Programmierkenntnisse. Sind aller Bohrungen an der richtigen Stelle, kann der Bohrvorgang durch einen Knopfdruck am Bedienpanel des Roboters gestartet werden.

Auswertungen von Fragebögen zu den Feldtests zeigen, dass sich die meisten Mitarbeitenden den Einsatz eines Baustellenroboters definitiv vorstellen können, wenn der Anschaffungspreis stimmt und die Größe des Roboters zum Anwendungsgebiet passt. Der große Mehrwert wird dabei vor allem in der Erleichterung unangenehmer Arbeiten wie dem Bohren auf Leitern und über Kopf gesehen. Die eingesparte Zeit kann damit für andere anfallende Arbeiten auf der Baustelle genutzt werden.