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KW 19-2020

Das Projekt rund um den Baustellenroboter ist abschlossen. Alles begann mit der Idee, Handwerker durch Roboter zu unterstützen. Schnell war klar, dass besonders das Bohren auf Baustellen unterstützt werden muss.

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Laut, dreckig und häufig über Kopf in Decken gilt das Bohren bei Handwerkern als besonders unbeliebt. Hierzu wurde eine mobile Hubbühnen-Plattform mit einem Industrie-Roboterarm ausgestattet, um auf der Baustelle zu unterstützen. Um Bohrungen auch an der gewünschten Position abringen zu können, nutzt der Roboter Punktwolken, welche aus 3D-Laserscans entstehen. Die Bohrungen werden hierzu einfach in einem CAD-System angebracht - das Bohren funktioniert dann automatisiert. Sensorik erkennt, wenn Bewährungsstahl getroffen wird oder besonders harte Materialen gebohrt werden und passt die Kraft des Vorschubs automatisch an. Arbeitspositionen der mobilen Plattform werden dem Handwerker auf der Baustelle via Augmented Reality Brille angezeigt.

Der Handwerker fährt die Plattform einfach in das virtuelle Modell, Programmierkenntnisse oder komplexe Bedienoberflächen sind damit nicht nötig. Die Positionen werden effizient über eine künstliche Intelligenz ermittelt. Änderungen an Bohrungen fließen in Echtzeit in die Positionsplanung ein. Feldtests haben gezeigt, dass die Arbeitsweise mit dem Roboter als intuitiv und unkompliziert empfunden wird. Durch die Erleichterung unangenehmer Arbeitsablaufe kann sich ein Großteil der Teilnehmer der Feldtests die Arbeit mit einem Bohrroboter vorstellen können.